Drohnenfotogrammetrie verarbeitet überlappende Fotos zu räumlich verbundenen 2D- und 3D-Unterlagen. RTK kann die Positionierung des Fluggeräts verbessern, doch Nutzen und Genauigkeit hängen vom gesamten Ablauf ab: Aufnahmegeometrie, Korrekturen, Kontrollpunkte, Oberfläche, Verarbeitung und unabhängige Prüfung.
1. Das Ergebnis nach der Projektfrage wählen
Ein Orthomosaik eignet sich als konsistente Draufsicht auf Fläche, Dach oder Arbeitsbereich. Eine Punktwolke unterstützt räumliche Punkte, Schnitte und weitere Fachverarbeitung. Ein texturiertes Netz macht Form und visuellen Kontext dreidimensional zugänglich.
Ein Projekt kann mehrere Ergebnisse benötigen, doch jede denkbare Datei zu erzeugen ist selten sinnvoll. Definieren Sie Nutzer, Software und die Entscheidung, die unterstützt werden soll.
2. Koordinaten, Einheiten und Dateikompatibilität festlegen
Nennen Sie vor der Erfassung Koordinatenreferenzsystem, Einheiten und gegebenenfalls das Projektraster. Soll das Material nur lokal visuell verglichen werden, sollte auch das klar sein; für die Verbindung mit anderen Daten werden passende Referenzen benötigt.
Vereinbaren Sie Formate und praktikable Dateigrößen mit dem empfangenden Team. Ein technisch korrektes Ergebnis ist nutzlos, wenn es im Zielprozess nicht geöffnet, ausgerichtet oder geprüft werden kann.
3. Verstehen, was RTK verbessert — und nicht beweist
RTK verbessert Positionsinformationen während der Aufnahme, wenn eine gültige Korrekturquelle und passende Bedingungen verfügbar sind. RTK allein garantiert nicht die Genauigkeit des fertigen Orthomosaiks, der Punktwolke oder des Modells.
Je nach Zweck können Bodenpasspunkte und unabhängige Checkpoints erforderlich sein. Rolle, Verteilung und Messmethode richten sich nach Anwendung und Genauigkeitsanforderung.
4. Die Aufnahme an die Oberfläche anpassen
Bildüberdeckung, Fluggeometrie, Kamerawinkel, Licht und Oberflächentextur beeinflussen die Rekonstruktion. Wasser, bewegte Vegetation, gleichförmige Flächen, tiefe Schatten und verdeckte Seiten können Lücken oder unsichere Bereiche verursachen.
Gebäude und vertikale Strukturen benötigen möglicherweise Schrägbilder zusätzlich zum senkrechten Raster. Der Flugplan sollte für das gewünschte Ergebnis entwickelt und nicht von einem anderen Objekttyp übernommen werden.
5. Eine transparente Qualitätsangabe verlangen
Die Lieferung sollte Methode, Referenzsystem, Verarbeitung, eingesetzte Kontrollen, durchgeführte Prüfungen und bekannte Grenzen nennen. Genauigkeitsangaben müssen auf dem konkreten Projekt beruhen, nicht auf einer allgemeinen Gerätespezifikation.
Aeronautiq stellt RTK-gestützte Fotogrammetrie nicht als rechtsverbindliches Kataster- oder Vermessungsprodukt dar. Für amtliche Ergebnisse sind ein befugter Vermessungsingenieur und das anwendbare Verfahren separat einzubeziehen.
